Veneers und Lumineers: Arten, Kosten und Haltbarkeit im Überblick

Veneers und Lumineers ermöglichen ein makellos weißes Lächeln. Sie sind zum Kaschieren leichter Zahnfehlstellungen vorgesehen und verfolgen in erster Linie kosmetische Ziele.

Was genau sind Veneers?

Veneers sind dünne Schalen aus Keramik oder einem anderen Material, die auf der Vorderseite der Zähne angebracht werden. Ihr Name leitet sich aus dem Englischen ab. Er bedeutet so viel wie „Furnier“, „Verblendung“ oder „Verschalung“. Sie werden mithilfe eines Spezialklebers auf die Zahnoberfläche aufgebracht, um das Zahnbild zu verbessern. Die Zahnkorrektur richtet sich an Erwachsene. Veneers werden dauerhaft eingesetzt und verfolgen eher kosmetische als medizinische Ziele.

Wie viel kostet ein Veneer?

Die Kosten für Veneers variieren je nach Einsatzzweck und Methode. Der finanzielle Aufwand variiert zwischen 300 Euro und 1500 Euro pro Zahn. Konventionelle Veneers starten etwa bei 900 Euro und können bis zu 1500 Euro pro Zahn kosten. Lumineers (Non-Prep Veneers) werden dagegen pro Blende abgerechnet. Der finanzielle Aufwand liegt hier zwischen 700 und 1500 Euro. Nähere Infos zu dieser Methode finden Sie weiter unten. Veneers-to-Go (Sofort-Veneers) gelten als die kostengünstigste Alternative unter den Veneers. Die Preise liegen hier zwischen 300 und 400 Euro pro Blende. Die Kosten für Veneers und Lumineers müssen Sie in der Regel selbst tragen.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für Veneers und Lumineers?

Da es sich bei Veneers um eine ästhetische Behandlung handelt, übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung in der Regel keine Kosten. Wenn Ihre Zahnärztin / Ihr Zahnarzt eine medizinische Notwendigkeit feststellt, können Sie einen Zuschuss durch Ihre Krankenkasse beantragen. Die gesetzliche Krankenversicherung zahlt einen Festzuschuss, wenn die Behandlung bei einem abgebrochenen Zahn oder bei abgesplitterten Ecken der Schneidezähne notwendig wird. Zudem sind Zahnschmelzdefekte oder stark verkürzte Zähne aufgrund einer übermäßigen Zahnabnutzung Gründe für eine Kostenbeteiligung. Die Krankenkasse prüft die Voraussetzungen für einen Kostenzuschuss individuell. Meistens entscheiden sich die Kassen für kostengünstigere Behandlungen, zum Beispiel eine Zahnkrone. Das gilt auch, wenn Sie eine Zahnzusatzversicherung haben. Diese erstrecken sich nur über medizinisch notwendige Behandlungen. Kosmetische Behandlungen der Zähne mit Veneers oder Lumineers werden davon meistens ausgeschlossen. 

Welche Arten von Veneers gibt es?

Es gibt verschiedene Arten von Veneers, die sich hinsichtlich des verwendeten Materials, der Stärke und der Anbringungsmethode unterscheiden. Welches Modell für Sie das richtige ist, müssen Sie gemeinsam mit Ihrem Zahnarzt entscheiden. Die Auswahl ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Zum einen gibt es hinsichtlich der Kosten für Veneers und Lumineers teils erhebliche Unterschiede. Weitere Faktoren sind der Grad von Zahnfehlstellungen, das Vorhandensein schiefer Zähne oder die Größe bestehender Zahnlücken. Außerdem wird der Zahnarzt Ihren persönlichen Wunsch berücksichtigen und Sie entsprechend beraten. Es stehen folgende Arten von Veneers zur Auswahl:

  • konventionelle Veneers

  • Non-Prep-Veneers oder Lumineers

  • Veneers-to-Go (Sofort-Veneers)

  • Kunststoff- oder Komposit-Veneers

Konventionelle Veneers

Konventionelle oder klassische Veneers (auch Prep-Veneers genannt) sind aus Keramik gefertigt und etwa einen Millimeter dick. Die Verblendschalen werden individuell durch einen Zahntechniker angefertigt. Dazu wird ein Abdruck der Zähne genommen. In der Regel müssen Sie für die Behandlung mit Veneers mindestens zweimal beim Zahnarzt erscheinen. Die Veneers werden im Bereich der Vorderzähne und der vorderen Backenzähne eingesetzt. Damit lassen sich leichte Fehlstellungen, kleine Zahnlücken und geringgradige Zahndefekte kaschieren. Zum Aufsetzen der Veneers ist es notwendig, die Oberfläche der Zähne zu beschleifen, wobei Zahnschmelz und Zahnsubstanz abgetragen werden. 

Non-Prep-Veneers oder Lumineers

Non-Prep-Veneers (auch No-prep Veneers) sind unter dem Namen Lumineers bekannt geworden. Lumineers sind ein Markenname. Im Unterschied zu konventionellen Veneers muss dafür wenig bis gar keine Zahnsubstanz abgetragen werden. Sie sind wesentlich dünner als die konventionelle Variante und wurden speziell für den Frontzahnbereich entwickelt. Sie lassen sich auch auf Kronen oder bestehenden Veneers anbringen. Für Non-Prep-Veneers bzw. Lumineers sind ein bis zwei Behandlungen beim Zahnarzt nötig.

Veneers-to-Go (Sofort-Veneers)

Bei Veneers-to-Go oder Sofort-Veneers kann die Verblendung bei nur einem einzelnen Zahnarzttermin aufgebracht werden. Hierbei werden vorgefertigte Keramik- oder Kunststoffschalen verwendet. Während einer Sitzung werden sie an die Zähne angepasst und festgeklebt. Wie bei konventionellen Veneers werden die Zähne dafür beschliffen.

Kunststoff- oder Komposit-Veneers

Kunststoff- oder Komposit-Veneers (auch Composite Veneers genannt) bestehen aus einem speziellen Verbundwerkstoff. Zum Auftragen wird der Zahnschmelz leicht angeraut, ein Abschleifen von Zahnsubstanz ist nicht notwendig. Der Kunststoff wird einer einzelnen Behandlung aufgetragen, geformt und ausgehärtet. Für die Verwendung von Kunststoff- und Komposit-Veneers ist in der Regel keine Zusammenarbeit mit einem Zahntechniker notwendig, da der Zahnarzt den Werkstoff selbst bearbeiten kann.

Wie lange hält ein Veneer?

Veneers halten sehr lange. Das ist einer der Vorteile der Veneer-Methode: Sie sind besonders langlebig. Aus Studien geht hervor, dass die Keramikverblendungen nach zehn Jahren noch sehr gut an den Zähnen haften. Oft können sie noch wesentlich länger getragen werden. In den meisten Fällen sind die Veneers auch noch nach 20 Jahren intakt. Veneers aus Keramik gelten als besonders widerstandsfähig und sind gut verträglich. 

Wann sind Veneers sinnvoll?

Veneers sind sinnvoll, wenn Sie sich eine ästhetische Korrektur der sichtbaren Zähne wünschen. Sie verblenden die Frontzähne und die vorderen Backenzähne. Damit eignen sie sich bei Zahnverfärbungen und leichten Zahnfehlstellungen. So werden Zahnfarbe, Zahnform und Zahnstellung optisch korrigiert. Schiefe Zähne oder kleine Zahnlücken lassen sich mit den Verblendungen kaschieren. Sie sind auch dazu geeignet, Defekte am Zahnschmelz oder gesplitterte Zahnecken zu überdecken. Daher stellen Veneers eine gute Alternative zu Kronen dar. 

Sind Veneers dauerhaft?

Die Behandlung mit Veneers ist dauerhaft. Da die Verblendungen direkt auf den Zahn aufgeklebt werden, müssen Sie einen Zahnarzt besuchen, um sich die Keramikschalen wieder entfernen zu lassen. Sowohl konventionelle Veneers als auch Kunststoff-/Komposit-Veneers können vom Zahn wieder gelöst werden. Da der Zahn bei konventionellen Veneers beschliffen wird, ist die Entfernung etwas aufwendiger. Der Zustand vor der Behandlung kann nicht wiederhergestellt werden, denn die abgetragene Zahnsubstanz ist unwiederbringlich verloren. Veneers erfordern es, den gesunden Zahn bis zu zwei Millimeter abzuschleifen. 

Was ist der Unterschied zwischen Veneers und Lumineers?

Der Unterschied zwischen Veneers und Lumineers bezieht sich auf das Anbringen und die Materialstärke. Für Veneers ist es notwendig, die Zahnoberfläche aufzurauen und Zahnsubstanz abzutragen. Dieser Arbeitsschritt entfällt für Lumineers weitestgehend. Dadurch sind Lumineers zahnschonender und vollkommen schmerzfrei. Außerdem sind sie wesentlich dünner als ihre klassischen Vertreter. Konventionelle Veneers sind bis zu einem Millimeter dick. Lumineers sind mit 0,2 bis 0,3 Millimeter hauchdünn. Damit lassen sich auch vorhandene Kronen überdecken. Lumineers sind eine feststehende Marke aus den USA und gehören zu den Non-Prep-Veneers.

Wie viel kosten Lumineers?

Die Kosten für Lumineers werden in der Regel pro Blende abgerechnet. Sie können stark variieren. Oft liegt der finanzielle Aufwand zwischen 700 und 1500 Euro. Für die Behandlung mit Lumineers gibt es keinen festen Gebührensatz. Das hat den Vorteil, dass Sie das Honorar mit dem Zahnarzt verhandeln können. Dementsprechend können Sie sich verschiedene Angebote einholen und vergleichen. Fordern Sie dazu einen Heil- und Kostenplan vom Zahnarzt an. Daraus gehen die genauen Kosten für das verwendete Material und den Aufwand hervor. Lumineers werden in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.

Wie lange halten Lumineers?

Die Haltbarkeit von Lumineers ist von vielen Faktoren abhängig. Sie sind für Zähneknirscher ungeeignet, da die dünnen Verschalungen dadurch Schaden nehmen können. Lumineers lassen sich vereinzelt mit Knirscherschienen kombinieren. Grundsätzlich halten Lumineers bei richtiger Verwendung ähnlich lange wie konventionelle Veneers. Eine Tragezeit zwischen zehn und 20 Jahren ist somit möglich. Lumineers werden aus leuzitverstärkter Glaskeramik oder einer anderen Lithiumsilikatkeramik hergestellt. Diese sind fester als vergleichbare Keramiken, was die Herstellung von Lumineers ermöglicht, die gleichzeitig stabil und hauchdünn sind. 

Sind Lumineers schädlich?

Lumineers sind weniger schädlich für die Zähne als konventionelle Veneers, weil weniger bis gar keine Zahnsubstanz abgetragen wird. Sie lassen sich häufig auch verwenden, wenn Erkrankungen der Zähne oder des Zahnfleischs vorliegen. Bei Bedarf können die Verschalungen wieder rückstandslos entfernt werden. Bei Lumineers auf den Zähnen ist es wichtig, auf eine einwandfreie Mundhygiene zu achten.

Sind Veneers zur dauerhaften Zahnkorrektur bei Erwachsenen geeignet?

Veneers und Lumineers verändern das ästhetische Erscheinungsbild der Zähne. Sie sind eine kosmetische Zahnkorrektur für Erwachsene. Zahnfehlstellungen, Zahnengstand, schiefe Zähne oder Zahnlücken lassen sich dabei nicht ursächlich beheben. Das leisten nur Zahnspangen und Zahnschienen. Außerdem verdecken Veneers und Lumineers lediglich die sichtbaren Zahnabschnitte. Dadurch wirken die behandelten Bereiche manchmal größer und sind nicht immer dafür geeignet, das Zahnbild ebenmäßig wirken zu lassen.

Wenn Sie Ihre Zähne dauerhaft verbessern möchten, können Sie alternativ auf eine unsichtbare Zahnspange oder Zahnschiene zurückgreifen. Mit der unsichtbaren Zahnschiene von PlusDental lassen sich leichte und mittlere Fehlstellungen im Frontzahnbereich korrigieren. Gerade Zähne sind nicht nur schön anzusehen, sondern verbessern auch die gesamte Zahngesundheit. Während klassische Zahnspangen oft unangenehm zu tragen sind, sind unsichtbare Zahnschienen metallfrei und eine unauffällige Alternative zu anderen Zahnkorrekturmaßnahmen. Anders als bei Veneers oder Lumineers müssen die Zähne nicht angeraut oder angeschliffen werden. 

Bei starken Zahnfehlstellungen ist eine Behandlung mit Veneers oder Lumineers manchmal nicht oder nur begrenzt möglich. Bevor eine Verblendung angebracht werden kann, ist eine Zahnkorrektur notwendig. Sie können die Zahnschienen von PlusDental also auch zur Vorbereitung auf die Behandlung nutzen. Auf diese Weise können Sie Geld sparen, denn je umfangreicher die Versorgung mit den Verblendschalen ist, desto größer sind auch die späteren Kosten. Ungünstige Zahnverhältnisse erfordern einen höheren Aufwand, weshalb sich eine Vorbehandlung mit unsichtbaren Zahnschienen für den späteren Einsatz von Veneers und Lumineers anbietet.

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